Lese-Tipp: SZ über Diesel

Der Jeans-König betitelt die Süddeutsche Online-Redaktion ihren Beitrag über Renzo Rosso und schreibt als Unterzeile: Seit 30 Jahren gibt es das Modelabel Diesel. Gründer Renzo Rosso rieb erst Jeans auf Beton, nun bringt er eine Luxus-Kollektion auf den Markt. Bleibt er sich noch treu?
Das macht mich natürlich sofort neugierig. Denn immerhin fragen wir uns hier auf dem Blog ja schon lange, was Diesel-Rosso vor hat mit den Avantgarde-Labels, die er da so einkauft. Doch Ann-Christin Gertzen bliebt mir die Antworten schuldig, ob nun Martin Margiela wirklich geht und warum der Laden von Viktor&Rolf in Mailand schließen musste. Ich erfahre leider wenig Neues, sie selbst scheinbar auch, denn Sätze wie diese sagen viel aus: Den verlorenen Schuh ersetzt er durch die verlorene Jeans und betont stets deren Einzigartigkeit. "Ich war nie auf Quantität aus." Das hat man schon oft von ihm gehört.
Nun gibt es drei Erklärungsgründe, warum Frau Gertzen nicht nachgefragt hat.
1. Der Artikel lag schon länger vor und ihr Interview mit Rosso liegt eine Zeit zurück. Sie konnte also nicht wissen, dass sich bald die Ereignisse überschlagen sollten.
2. Sie liest nicht modepilot, um über die neuesten Entwicklungen informiert zu sein ;-)
3. Rosso bestach sie mit mindestens 30 seiner 30-Euro-Jeans ("Hier, die können Sie super auf Ebay verkaufen") und deswegen kommt der Artikel so unkritisch daher.  ;-)   ;-)
Foto: screenshot Diesel Hompage
Photo Credit: false

Kommentare

  • Judith sagt:

    🙂
    Keine schlechten Thesen