Die Luxus-Prêt-à-Porter

Die Modewoche in Paris hat  - mal abgesehen von den großen Namen wie Dior, Chanel und Consorten - für mich zwei Kandidaten, die Luxus-Prêt-à-Porter machen. Ich spreche von Akris und Loewe. Aufgrund der Preise, der Verarbeitung, der Klassik, der Stoffinnovationen sind die beiden für mich schon auf halbem Wege in Richtung Haute Couture.
Akris, dessen aktuelle Wintermodelle gerade unseren Header schmücken, bleibt auch im Sommer seiner geraden, schmalen Linie treu. In Hommage an Hamilton Finlay's Woodland war die Laufstegbühne in einem Wald verwandelt worden, aus denen die Models schritten in akurat geschnittenen Hosenanzügen, Kostümen und Abendroben. Die Rafinesse ist wie so oft bei Akris im Stoff zu suchen. Bilder waren digitalisiert und gepixelt worden und auf Stoffe gebannt, Falten gekonnt gesetzt.
Highlight war aber das Abendkleid aus zu einem Netz geflochtenen Bändern.
Loewe ist ein ganz anderer Fall. Luxuriöses Understatement à la der Schweizer ist den Madrilenern nicht gemein. Hier wird gezeigt, was man hat, aber das eben in vollendeter Form. Dekorative Elemente, auf den ersten Blick erkennbar teuere Materialien, eine gekonnte Verarbeitung und schmückende, schwere Schnallen sind deren Form des Luxus. Wie schon in der letzten Saisons konnte man sich das ganz genau anschauen, denn Loewe sparte sich die Show zugunsten einer nächtlichen Präsentation in den Folies Bergères.
Fotos: stardustfashion.com (1), modepilot/parisoffice (9)
Photo Credit: false

Kommentare