Back to Fashion

Es gibt zwei ModehĂ€user aus Japan, die ich schon fast abgeschrieben hatte: Issey Miyake, das nach dem Weggang des GrĂŒnders irgendwie aus dem Ruder lief, und Yohji Yamamoto, der mir in den letzten Jahren einfach zu konstruktiv und avantgarde-mĂ€ĂŸig geworden war. Doch diesen Sommer kehren Sie meiner Meinung nach in die Mode zurĂŒck.
Beginnen wir mit Yamamoto: Die gezeigten HosenanzĂŒge waren einfach nur toll! Klar, dass sie schwarz oder grau sind, aber diese Farben gehören nun mal zu ihm. Die weißen Blusen wie immer tadellos - und die gezeigten Sonnenbrillen ein Traum. Die weiten Röcke zeige ich hier mal gar nicht, denn ich will das Augenmerk auf die Hosen und die Oberteile lenken.
Kommen wir nun zu Issey Miyake. Designer Dai Fujiwara war in den letzten Saisons zu bemĂŒht gewesen, kĂŒnstlerisch wertvoll zu sein, so dass es am Ende nur daneben ging. Höhepunkt der bizarren Entwicklung der Firma war die Zusammenarbeit mit dem Staubsauger-Menschen Dyson vor einem Jahr. Die Modelle waren immer untragbarer geworden und die Konzepte dahinter so um die Ecke konstruiert, dass man nicht mehr mitkam. Und nun? Color Hunting hieß das Thema, die Farbsuche erfolgte im Dschungel und der Großstadt, gefunden wurden 3000 Farben, die wurden verglichen mit der Natur und herauskam eine poetische, farbenreiche Kollektion, die endlich wieder den Geist Miyakes aufgreift. So einfach, so gut und so schön inszeniert mit gefĂ€rbten FĂ€den, die als Vorhang den Laufsteg teilten. Bravo!
Fotos: modepilot/parisoffice
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