Colette nach dem Umbau

Ich war am Wochenende endlich bei Colette, nach dem Umbau. Die PR-Bilder habe ich hier schon seit Wochen rumliegen, aber ich kam einfach nicht dazu, mir selbst ein Bild zu machen. Und ohne Livebesuch wurden mir die Umbauten auch nicht richtig klar.
Also lange Rede, kurzer Sinn: Mir gefiel es vorher besser. Warum? Statt des großzĂŒgigen Eingangs, steht nun ein Showroom aus Glas fĂŒr T-Shirts mitten im Raum. Das erzeugt Besucher-Staus vorne und hinten. Vor allem weil hinter dem T-Shirt-Glasbau die neue Sneakers-Wand gequetscht wurde, vor der dann alle andĂ€chtig Schuhe gucken und alles noch mehr blockieren.
GrundsĂ€tzlich kommt man sich zwischen Shirts, Sneakers, Baseball-Kappen nun im Erdgeschoß vor, wie in einem Streetwear-Laden. Mir ist das zuviel. Ich vermisse die Vitrinen mit Schweizer Messern, Chrome Hearts-Schmuck, etc. Statt dessen gibt es nun unten eine grĂ¶ĂŸere Ecke fĂŒr Musik und 10x10 cm Rasen fĂŒr die Wohnung fĂŒr 29 Euro zu kaufen. Wer braucht das?
DafĂŒr hat der erste Stock gewonnen. Die Kleider sind nun nur noch an Puppen prĂ€sentiert und das schaut aus wie in einer Kunstinstallation. Sehr schön. Gleich daneben hat die Beauty ihren Raum gefunden und das Laboratoire von Parfum-Hersteller Le Labo. Sehr viel mehr Platz als vorher hat die Kosmetik nicht, aber es wirkt irgendwie aufgerĂ€umter aus. Ansonsten ist alles gleich: Waterbar, Galerie etc.
Fazit: Naja. Der Umbau wÀre nicht nötig gewesen. Finde ich wenigstens.
Fotos: Colette
Photo Credit:
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner GrĂŒndung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhĂ€ngigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von MitgrĂŒnderin Kathrin Bierling gefĂŒhrt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunĂ€chst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschĂ€ftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare