In meinen Augen kann das nur eine Engländerin sein.
Foto: Claudia Fessler
Das ist mal eine Kollektion, die konsequent ihr Thema durchzieht. Christopher Kane überraschte in London mit einer fast rein karierten Kollektion. Alles in zu großen Vichy-Karos:
Vielleicht ist er inspiriert davon, dass Brigitte Bardot bald, sehr bald sogar, 75 wird und sie dieses Karo berühmt gemacht hat. Vor allem in Rosa
Könnte ja sein.
Die letzten zwei Saisons war Wunderkind nicht mein Fall und das habe ich auch geäußert auf dem Blog. Deswegen haben sie mich dann auch diese Saison gar nicht mehr eingeladen, nicht mal als Standing. Aber mein Hongkong-Freund hat mir seine Karte abgegeben und deswegen kam ich rein.
Mist, wie konnte mir dieses Prachtexemplar durch die Lappen gehen. In meiner “Freizeit” blättere ich ja gern in Roger-Vivier-Lektüre, “Lookbooks” treffender formuliert. Im Herbst/Winterkatalog 2008/2009 fand ich nun “Coulisse” – die karierte Stiefelette heißt so, weil man den Schaft wie eine Kulisse hoch und runter ziehen kann. Könnte. Ich hab ihn ja nicht! Dabei wäre er perfekt zu fast allem. Ich starte hiermit also einen Aufruf an alle Sale-Stürmer: Wenn ihr diesen Schuh irgendwo seht, bitte melden! parisoffice, einmal in 29 Rue de Fauburg Saint Honoré für mich gucken? Bitte?
…und zwar in jeder Hinsicht: Hugo eröffnete heute Morgen die Pariser Männerschauen und zeigte außerdem zum ersten Mal in Paris. Bruno Pieters ist nach wie vor für die Kollektion verantwortlich, und bei den ersten Modellen, die über den Laufsteg kamen, dachte ich schon: Jetzt nicht schon wieder so eine schlicht-schwarze Trauerparade. Und prompt wendete sich das Blatt mit Karo-Legging-Hosen, Karo-Woll-Anzügen und interessanten Mantel-Lösungen mit Raglan-Ansatz oder schmalen Boleros.
Der war gestern, am Samstag. Dass ich nun darüber berichte und hier gleich Fotos zeige, ist sehr nett von mir. Denn die deutschen Modelabels sehen es eher nicht ein, deutsche Journalisten in Paris einzuladen. Außer Bless, bekam ich nur noch eine Standing Karte bei Wunderkind. Leider kam ich dadurch aber erst so spät in die heiligen Hallen, dass alle Fotografen-Plätze weg waren und ich hinten links am Vorhang, hinter einer Mauer von Köpfen den Hals recken musste, um überhaupt was mitzukriegen.