Müssen Einkaufszentren wirklich sein?
Dienstag, 9. März 2010(MyZeil-Eröffnung / Frankfurt / Februar 2009)
Gewiss lieben wir gigantische Konsumwelten à la Galeries Lafayette in Paris. Wenn es sich jedoch bei den Shoppingparadiesen nicht mehr um Luxusgüter handelt, rümpfen wir unsere Nasen. So beobachtete auch ich mich dabei, als ich in der Textilwirtschaft die Schlagzeile, dass das Elbe-Einkaufszentrum um 10.000 m2 erweitert wurde, vernommen hatte.
Sicherlich sind die Bunker für diejenigen mit Kind und Kegel, als auch für Kunden, die zuhause pflegebedürftige Eltern versorgen müssen, von großem Vorteil. Denn dort die Liste mit den Erledigungen abzuklappern, verspricht stressfreies und effektives Einkaufen!
Dennoch warte ich auf den Tag, an dem einst belebte und mittlerweile herunter gekommene Straßen wieder zum Leben erweckt werden. Das beste Beispiel ist die Kaiserstraße in Frankfurt am Main, die vom Hauptbahnhof zum Zentrum führt und eine der wenigen, die von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges verschont blieb. Somit besticht sie weiterhin durch stilvolle Bauten der Gründerzeit. Damals noch fand man gut situierte Geschäfte vor, seit einigen Jahren hingegen ist sie zugedonnert mit Billig-Ramsch, Porno-Kinos, Döner-Buden und 10-Euro-Friseuren.Â












