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Paris: Die Deutschen

. 9. Oktober 2012

Die deutschen Designer zeigen in Paris inzwischen richtig Präsenz. Allude kam letzte Saison dazu, Lutz Huelle ist scheinbar mit einem neuen Investor wieder zurückgekehrt und neu dabei ist eine Deutsche bei Paco Rabanne, so dass ich das französische Traditionslabel ebenfalls hier abfeiere. Dann gibt es diese Saison ein neues Label, das sich zwar als Pariser Marke versteht, aber von einer Düsseldorferin designed wird und sich Gauchère (die Linkshänderin) nennt. Last, not least: die beiden  bereits schon Etablierten Talbot Runhof und Odeeh.

Beginnen wir mit Odeeh, die sich diesmal für eine kleine und feine Präsentation in einer Kunstgalerie im Marais-Viertel entschieden haben und nur eine kleine Auswahl ihrer Kollektion präsentierte.

Die gezeigten Modelle unterstrichen klar, dass Odeeh alle derzeit wichtigen Trends barbeitet und mit modernen und gelungenen Silhouetten durchaus in der Riege der Pariser Fashionweek mitspielen kann. Die Schuhe sind zwar von Odeeh selbst deisgned, werden aber leider nicht kommerzialisiert. Schade.

 

Talbot Runhof begann seine Fashionshow mit Abendkleidern in geometrischen Schwarz-Weiß-Mustern, einem glänzenden Kobaldblau und Schwarz.

Danach erst kam die Tagesmode, die durch sehr schöne Details betsicht, wie feine Spitze, die entweder aufgenäht ist auf einem Trägerstoff oder pur mit einem Futter unterlegt ist. Oder sichtbar Reißverchlüsse, die einen dekorativen Charakter haben.

In den Formen bleibt Talbot Runhof sehr klassisch elegant ohne den Trend der Oversize Mode mitzuspielen.

 

Paco Rabanne: Lydia Maurer, die neue Designerin bei Paco Rabanne, setzte auf Tradition beim Haus Paco Rabanne und legte die Highlights der Ende 60er und 70er wieder auf.

Vielleicht frönte sie ein bisschen zu sehr der Historie, denn viele der sehr sexy Modelle sahen dann auch wirklich auch wie aus den 70ern, nur in neuen Materialien.

Dort hätte eine größere Transferarbeit in die Moderne stattfinden müssen, so wie sie Manish Arora für das Label in der vergangenen Saison gezeigt hatte.

 

Gauchère: Die gerade mal 30 Jahre alte Marie-Christine Statz, deren Lebenslauf wir hier schon mal vorgestellt haben, zeigte eine kleine feine Luxus-Prêt-à-Porter-Kollektion, die sehr mit dem Techniken der Haute Couture liebäugelt. Die Modelle sind alle vom Feinsten. mit handaufgenähten Organza-Schichten und exklsuiven Drucken, die in einer Kaleidoskop-Technik Ansichten des Louvre wiederspiegeln.

Statz, die am Chambre in Paris eine Fortbildung in der Haute Couture absolvierte, arbeitet in Paris und möchte klar ihr Label auch als solches verstehen, denn die Stücke werden zu 100% in Frankreich gefertigt.

Lutz Huelle, ehedem nur Lutz genannt, ist nach einer kleinen Pause wieder auf den offiziellen Schauenplan in Paris zurückgekehrt. Er ist auch ein bisschen kommerzieller im Design geworden, was dem Label eher gut tut.

Es war eine sehr stimmige und kohärente Sommerkollektion, die der sympathische Designer zeigte.

Mit viel Weiß, aber starken Farbakzenten. Ich denke, das ist ein guter Neuanfang in eine klare Stoßrichtung.

 

Kommen wir zum letzten deutschen Label, Allude. Andrea Karg hat sich als Kaschmir-Spezialistin hervorragend für eine Sommerkollektion geschlagen.

Das warme Material transferierte sie in einer Leichtigkeit in die warme Jahreszeit, dass es luftig und schwebend wirkte. Und sie ergänzte ein anderes edles Material in ihr modisches Programm: Leder. Heraus kam eine sehr jung und modern wirkende Kollektion, die durch gute Einzelteile besticht.

Kommen wir noch zu einer traurigen Nachricht zum Schluss. Es fehlte in dieser Saison René Storck, der immer sehr schöne Mode in Paris zeigte. Gerüchten zufolge hat der Designer sein eigenes Label verlassen, der Investor sei abgesprungen, hörte ich an anderer Stelle. In seinem Laden in der Goethestraße ist Paule Ka eingezogen, wie wir berichteten. Bleibt zu hoffen, dass Storck an anderer Stelle wieder auftaucht mit einem neuen Projekt.

Fotos: Parisoffice / Modepilot, Catwalkpictures


 

Kommentare

  1. Die Sachen von Lutz Huelle gefallen mir sehr gut. Kann mir jemand sagen, wo man die in Berlin erstehen kann?

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