Business, Fashion

Wenn China spart, leidet der Luxus

. 26. Juli 2012

Bald veröffentlichen PPR und LVMH ihre Quartalszahlen und dann weiß man in der Regel, wie es dem Luxus derzeit geht. Experten, wie Thomas Mesmin, Analyst bei CA Chevreux hat der Nachrichtenagentur AFP vermeldet, dass man sich auf einen Rückgang einstellt. Und das liegt vor allem an den Chinesen.

Ich streue zum Thema ein paar chinesische Streetstyles ein von der Chanel Haute Couture Show im Juni in Paris.

Wie Ihr sicherlich gelesen habt, sollen sich die reichen Chinesen künftig ein bisschen am Riemen reißen. Die Regierung will verordnen, dass man vor allem an teuren Reisen und Autos spart. Die Mode wurde dabei nicht berücksichtigt und das wird LVMH und PPR und Richmont und wie sie alle heißen freuen. Denn wie Monsieur Mesmin weiß,  leidet der Luxus, wenn die Chinesen sparen. und deren BIP ist so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr. Laut Mesmins Analysen machen die chinesischen Kunden heute bereits 40% des gesamten Luxusmarktes aus. Und in Europa kaufen die chinesischen Touristen so viel ein (weil es billiger ist als bei ihnen), dass sie bereits 60% des europäischen Luxusmarktes ausmachen (laut einer Analyse der Hongkonger Filiale von HSBC). Die Boston Consulting Group hat im Juni ähnliche Zahlen veröffentlicht und prognostiziert, dass 2015 die Chinesen der größte Absatzmarrkt für Luxusgüter werden.

Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen. Alle anderen Europäer (und wer weiß, wieviele Amis und Japaner sich darunter tummeln) teilen sich nur noch 40% des Umsatz. In den USA dagegen konsumieren 80% der Luxusgüter die Einheimischen.

Für eine Marke wie Prada machen die Chinesen ein Drittel des Umsatzes aus.

So und nun frage ich mich auch gar nicht mehr, warum ich keine Karte mehr für die Schauen bekomme. Klar alle Plätze an die Chinesen, denn das lohnt sich.

Die Sache ist nur: Wenn China mal hustet, dann bekommt die Luxusindustrie eine Lungenentzündung. Was die Chinesen an Luxus konsumieren, können weder wir Europäer noch die Amis auffangen. Hoffen wir dann also auf die Inder und die Argentinier.

Fotos: parisoffice / Modepilot

 


 

Kommentare

  1. Die Damen der beiden mittleren Bilder tragen zwar schöne Kleidung – bloß sie steht ihnen meiner Meinung nach nicht.
    Am besten gefällt mir das Outfit des letzten Bildes.

  2. Ich frage mich moment gerade. Wo kommt das ganze Geld der Chinesen her? Also die haben schon eine ausgeprägte Wirtschaft. ich sag nur mal “Made in china”. Aber verdien die wircklich alle so gut?

  3. und dann? was passiert wenn ihr auf die inder hofft oder auf die agentinier? werden dann wieder mehr karten frei? wo ist da der sinn ;)

  4. Wie die aktuellen Zahlen belegen, geht es der Luxusindustrie bestens. Die Inder und Argentinier sind schon da und für uns bleibt ein Platz vor dem Computer bei Nowfashion und style.com und bei Modepilot.

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