Fashionweek, Frauen, Schuhe/Accessoires

Endreport zur Pariser Fashionweek

. 22. März 2012

Damit wir das dann auch mal abschließen können und uns dem Sommer zuwenden können. Hier kommt der abschließende Fashionreport zu Paris mit all den Labels, über die wir noch nicht sprachen:

1. Paul &Joe: Nettes Setting mit Herbstlaub-Ambiente, Top-Models en masse, Hosen über Hosen und in meinen Augen viel zu kommerziell in der Auswahl der Modelle, angesichts einer Teilnahme an der Fashionweek. Paul&Joe wird ja immer vorgeworfen, kein echtes Designerlabel zu sein. Das mag man gut oder schlecht finden. In der Regel hat Madame Albou aber immer ein Händchen für die aktuellen, nicht unbedingt kommenden Trends und so hat das Label in meinen Augen doch irgendwie seine Berechtigung auf der Fashionweek. Bloß diesmal war ich ein bisschen enttäuscht. Das war einfach zu normal. Hoffentlich wird es im Sommer wieder wagemütiger.

2. John Galliano: Bill Gaytten findet sich wie bei Dior langsam in seine neuen Direktoren-Jobs ein. Was er diesmal für Galliano zeigte, war mehr im Stil von Galliano als die beiden letzten Versuche. Es wird und langsam macht es auch wieder Spaß, das anzuschauen.

3. Guy Laroche: Nach einer schwachen Sommersaison hat diesmal Guy Laroche für den kommenden Winter Sachen zu bieten, die ich durchaus gerne hätte. Vor allem die Blusen waren eine Wucht.  Die ganze Kollektion war dunkel, später leicht rot-schimmernd und dann gülden gehalten, benutzte viel Leder und zeigte durchaus Silhouetten, die interessant waren.

4. Jean-Charles de Castelbajac: Nach einer Beinahe-Insolvenz gerade noch gerettet, schien das enfant terrible anfangs bei der Kollektion vernünftig geworden zu sein. Doch der Rest der Catwalkmodelle zeigten mal wieder eher Kunstvolles als Tragbares  und so muss man wohl weiter bangen, um den Erhalt der Marke

5. Felipe Oliveira Baptista: Der neue Lacoste-Designer kann die Sportswear auch nicht wirkllich bei seiner eigenen Linie abschütteln. Schräges Colorblocking und interessante Materialmixe überzeugen dennoch.

6. Gareth Pugh ein bisschen wie immer, aber doch etwas gemäßigter. Um den einstigen Shootingstar ist es ruhiger geworden. Mit der Zeit muss man sich beweisen und ich finde, da bewegt sich Gareth einfach zu wenig. Ein bisschen mehr Wechsel in den Farben und den Silhouetten würde dem Label gut tun.

7. Arzu Kaprol: Sie ist in meinen Augen ein Geheimtipp. Wenn die türkische Designerin so weiter macht, kann aus ihr noch mal was Großes werden. Diese Kollektion etwas im Stil Ackermanns war auf alle Fälle beeindruckend in der handwerklichen Ausarbeitung der Kleider und Accessoires. Weiter so!

8. Loewe: Auch hier ist der Hype vorbei. Die ewig Konzentration auf Leder wirkt ein bisschen ermüdend, die Retroanklänge auch. Dafür werden die Taschen immer besser. Aber hier muss auch mal ein Wechsel zu mehr Stoff passieren. Zu viel Leder ist auch einfach nicht passend zu Krisenzeiten.

9. Yohji Yamamoto: Wie immer. Er hat seine Fans und denen bleibt er treu. 

10. Kayne West: Hm, ich halte nichts von Nebenberuf-Designern. Nett, hat er aber wohl selbst eh nicht designed. Von mir aus kann man diese Schau auch einfach wieder aus dem Kalender streichen.

11. Elie Saab: Weniger Glitzer am Anfang, weniger Stickereien und weniger Glamour. Mehr Business-like und auch Anklänge an frühere Roland Mouret-Kostüme wurden wach. Das Ganze hatte wie immer Stil und die Richtung ist nicht verkehrt. Denn Saab kennt den Vorwurf, dass er oft das Gleiche macht. Am Ende aber kamen sie wieder die großen Roben des Libanesen und das ist auch gut so.

12. Peachoo Krejberg: Ebenfalls ein Label, auf das ich schon länger gucke und nach dieser Kollektion werde ich das auf alle Fälle weiter verfolgen. Gute Arbeit, gute Ideen, interessant gestylt. Das Designer-Paar macht sich und sollte gut beobachtet werden.

13.  Masha Ma: Ein Neuling auf der Fashionweek. Die gebürtige Chinesin hat in Central St. Martin absolviert, zeigte vorher in London, gewann einíge Preise und gilt als Newcomerin mit großer Zukunft. Das kann ich bestätigen. Die Kollektion hatte Dramatik und Stil mit extremst schmalen Silhouetten und in Unifarben, weiß, blau und dann Schwarz. Sie hat ihren Platz auf dem On-Kalender mehr als verdient. 

14. Clarisse Hierax: Sie stammt aus Guadeloupe und ist mit ihrer Semi-Haute-Couture
in Kasachstan ein Star. Die reizende und hübsche Designerin hat 9 Leute in ihrem Pariser Büro beschäftigt und will sich nun auch einen Namen machen in der Stadt, in der ihre schönen Abendroben  und Luxus-Prêt-à-Porter-Modelle entstehen. Schmuck macht sie auch. Und das alles ist durchaus im Auge zu behalten.

15. Burak Uyan: Dann war ich noch mit MJ bei meinen Freund Burak und habe mir seine neue Winterkollektion angeschaut. Das da sind MJs und meine Favoriten.

15. Vanessa Bruno: Diese Kollektion verstand ich diesmal gar nicht. Hässliche bunte Hosen, kaum die hübschen leichten Stricksachen, die man von ihr kennt. Hm.

So, das wars. Nun habt ihr alles gesehen. Uff.

Fotos: Catwalkoictures, parisoffice / Modepilot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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