Ready-to-speak: Bumping

Die Fashionweek ist over und hat einen neuen Begriff für unser Mode-Lexikon herausgebracht. Ready-To-Speak, die Rubrik, die sonst MJ betreut, darf ich heute mal füllen, da der Begriff in meinen Beritt fällt. Nämlich den der Streetstyle-Fotografie. Es geht hier und heute um Bumping.

Bump kommt aus dem Englischen und bedeutet Beule. Mit einem Bumping wird auch gerne eine Frontalzusammenstoß bezeichnet. Was hat Bumping nun mit Streetstyle-Fotografie zu tun? Um das beste Bild einer Person schießen zu können, sollte man frontal vor ihr stehen, leicht unter ihrer Augenhöhe, damit die Beine durch ein Foto von oben nicht verkürzt, sondern leicht verlängert werden. All das kann man realisieren, wenn man mit der fotografierten Person alleine wäre. Das ist man aber auf der Fashionweek nicht. Da tummeln sich Hunderte von Streetstyle-Knipsern und es gilt das Recht des Stärkeren. Hintern werden geschwungen, um die Bilder der Konkurrenten zu verwackeln oder Konkurrenten ganz aus dem Rennen zu schubsen. Im Fall eines nahenden Promis haben alle nur ein Ziel vor Augen: einen Shot zu haben, denn sonst kein anderer hat. Dazu werden Ellebogen ausgefahren, schwere Kameras gegen Köpfe geschwungen, Füße getreten, in Hüften gerammt – oder wie es unsere Claudia erlitt – Leute komplett umgerannt. Claudia hat nach der Fashionweek ein paar Handschuhe und ein paar Stiefel weniger. Dafür ein paar blaue Flecken mehr.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch gerne noch mal an unser Modepilot-Video zum Auftritt von Kate Moss, die beim Besuch einer Dior-Show einen Massenauflauf erzeugte, in dessen Anschluss sich zwei Streetstyle-Fotografen prügelten wegen Bumpings.

[youtube 5Ajtcz7BdyQ]

Foto, Video: parisoffice

5 Kommentare zu
“Ready-to-speak: Bumping”
  • Wäre ein guter Name für ein neues Jeansmodell: Die Bumper.
    Und das Werbevideo könnte man mit so einer Streetstyle-Geschichte nachstellen. Wobei nicht wie gewöhnlich das Model in den Vordergrund gerückt wird, sondern die Fotografen/innen in der neuen Bumper. Würde als Werbevideo sicherlich ziehen.

  • Christian, wundere dich nicht: Da tummeln sich inzwischen die Fotografen der Agenturen, denn die haben ihr Angebot um Streetstyle erweitert (und das sind die schlimmsten Bumper), dann machen heute fast alle Blogger Streetstyles und selbst die Redakteurinnen der Modezeitschiften sind heute von ihren CHefinnen angehalten, Bilder zu machen. da tummeln sich Massen. Und was kennzeichnet, bzw. wer ist schon ein „echter Streetstyle-Fotograf“ abgesehen von den üblichen Promi-Namen?

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