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Fashionweek, Frauen

Paris: Viktor & Rolf – nichts für PETA-Fans

parisoffice. 4. März 2012

Aber für alle anderen. Die Show, die das holländische Designer-Duo Viktor&Rolf zeigte, war mal wieder ein echtes Spektakel. Wie so oft bei den beiden Kreativen folgte auf die Showkollektion vom letzten Mal eine tragbarere Version.

Ich glaube langsam, dass die immer nur mit einer Kollektion pro Saison verdienen und sie sich damit die Freiheit gönnen, ihre Kunst auszuleben. Einmal Kunst, einmal Kommerz. Das ist eine gute Strategie. Diesmal war wieder die Kommerz-Kollektion dran, was aber der Designkunst nicht abträglich war. Denn die Kollektion steigerte sich von Modell zu Modell zu mehr Wagniss und Schneider-Kunsthandwerk. Doch beginnen wir mit dem Anfang: einer Bühne mit Mond und schlangenförmigen Catwalk. Die Models fuhren auf einem Laufband ein als Schattenspiel und traten dann ins Licht der Catwalk-Spots.

Die Idee dahinter war die einer modernen viktorianischen Schönheit – feminin und evokativ. Die Kollektion wollte dabei mit Gegensätzen spielen und die sahen so aus: Seidenpyjamas in Animaloptik (siehe oben),

dicke Pelze an zartesten Chiffon (was technisch übrigens extremst schwierig zu realisieren ist, denn der Pelz muss so leicht wie der Chiffon sein, damit da nichts hängt oder gar reisst).

Stickereien waren aus Glasperlen (die zeige ich nun nicht), aber dafür die V&R-typischen Volants und Rüschen.

Es war diesmal sehr viel Pelz dabei, deswegen titelte ich den Hinweis an die PETA-Anhänger gleich am Anfang. Schaut Euch die Kollektion lieber mal nicht an, Ihr müsst Euch nur aufregen!

Aber die Szenerie!!! Guckt Euch dieses Abschlussbild an mit Sonnenuntergang bei Vollmond und

… dann die fahrenden Designer, die per Laufband von der rechten zur linken Laufsteg Seite gekurvt wurden. Das hat Witz und das ist typisch V&R. Großes Theater für die durchaus verkäufliche Kollektion.

Fotos: parisoffice

 

Kommentare

  1. Danke, dass ihr dieses Thema ansprecht. Schade dass man in dieser Saison soviel Pelz zu sehen bekommt. Die beiden sind nicht die einzigen.
    Bei Fendi ist Pelz ja Basis. Ich hoffe sehr, dass die Mehrheit der Kundinnen sich gegen Pelz entscheidet.
    Muss sich denn alles nach dem Russischen Kundinnen – Geschmack richten…???

  2. Die Designer greifen wieder tief in die Pelzkiste und kombinieren Pelz mit leichten, feminine Materialien. Nun brauchen wir diese Mode nur annehmen. Trotz Proteste sollten wir uns für Pelz entscheiden.

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