Krimi-Potential: Abercrombie & Fitch in Düsseldorf?

Ach herrje, ich musste erstmal eine rauchen, damit ich wieder ein bißchen von meinen paranoiden Wahnvorstellungen runter komme.

Hier die aufgestellte These: Abercrombie & Fitch kommt nach Düsseldorf.

Was die Modepilotinnen von Gerüchteküchen halten, wisst ihr ja. Nämlich: Nix! Also versuch ich das jetzt so neutral wie möglich darzustellen und ihr denkt Euch Euren Teil selber. Ha!! (hört sich dann leider nicht so schwungvoll an)

Auf Mauris Blog wurde ich auf die in den Raum gestellte Store-Eröffnung aufmerksam und schaute bei Google nach. Leider konnte ich bisher keine Quellen finden, die von einer Bestätigung seitens des Konzerns sprechen.

Bei Styleranking jedoch (und jetzt wirds spannend... sorry, ich konnte mir diesen satz nicht verkneifen!!) weiß man anscheinend mehr und schreibt:

"Bloß ein Gerücht? Auf den ersten Blick ja, aber dafür hat die Express viel zu viele Details. [...] Vielleicht werden die letzten Zweifler nach dem Einzug von A&F in Hausnummer 17 überzeugt. Dort wird zur Zeit der momentan noch leer stehende Altbau renoviert und zwei Etagen für den neuen amerikanischen Nachbar vorbereitet. Angeblich will dieser laut dem unterschriebenen Mietvertrag sogar 10 Jahre verweilen, so die Express. Wir hoffen, dass die Insider-Infos gut recherchiert sind [...]"

Also habe ich mal auf Express.de geklickt und präsentiere Euch das:

Sorry, aber das finde ich echt schräg!! Hallo?!? Pressefreiheit??? Oder ne Klarstellung oder sowas?!? Andererseits ist das Datum älterer Natur. Warum sollten sich allerdings die Kollegen von Styleranking auf eine alte Quelle berufen?

Na ja, da hab ich mal ein bißchen weiter geforscht und dann lese ich da gar nicht so nette Sachen über das US-Schiff. Zwar wissen "wir" Presseleute auch, wie schnell etwas skandalisiert werden kann, aber wenn es neben dem Handelsblatt, der FAZ, sogar auch unsere liebe Modejournalistin im Dezember 2008 aufgegriffen hat, macht es mich doch stutzig. Hier das Fragment aus dem Handelsblatt-Beitrag (2006):

"[...]per Anwaltsschreiben stoppten sie in Frankfurt sogar eine gesamte Kollektion von Peek & Cloppenburg, die sich der Düsseldorfer Handelskonzern über einen Großhändler beschafft hatte. Schlimmer noch erging es Peek & Cloppenburg in Hamburg. Das mit den Düsseldorfern namensgleiche Handelshaus hatte 1988 als Herrenbekleidungs-Eigenmarke das Label „Abercrombi & Fitch“ – ohne „e“ am Ende des ersten Namens – auf den Markt gebracht. Doch vor einem Jahr traten die Hamburger auf Druck des amerikanischen Rechte-Inhabers den Rückzug an. Dabei hatten Abercrombie & Fitch die Markenrechte in Europa erst 1990 – und damit zwei Jahre nach P&C – eintragen lassen. „Auf einen Streit wollten wir es lieber nicht ankommen lassen“, sagte eine Vertriebsmitarbeiterin.“

So und jetzt halte ich mal das fest, was mich nachdenklich macht:

Von wem hatte Express die Infos? Warum ist die Seite gelöscht? Denn sowas macht man nur, wenn a) ein Druckmittel existiert oder b) persönliche Verbindungen bestehen. Somit a) A&F oder b) die vermeintliche Quelle oder c) die Quelle hat auch ein Druckmittel oder d) hier musste ich feststellen, zuviele Krimis geschaut zu haben.

Das Traurige an der Sache ist, dass ich hier gerade meine Zeit in diesen Beitrag verschwendet habe, denn: "Ha-lo-oooo! Es ist ja nicht Chanel, das den Firmensitz nach Deutschland verlegen will!!"

Aber so ist es halt mit Gerüchten! Sie kochen in uns und wir lieben es, abzuschmecken und neue Zutaten hinzuzugeben!

Photo: Modepilot - ursprüngl. A&F

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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