By Appointment Only

Wenn londonoffice nicht gerade Schaufenster für Modepilot fotografiert, dann schmiedet sie kostbaren Schmuck. Momentan führt Harrods ihre Kollektion "Arabian Nights" in der Abteilung "By Appointment" – das Personal-Shoppingerlebnis für Superreiche. Weil ich mit Sabine Römer/londonoffice aber schon als 12-Jährige im Partnerlook rumlief, durfte ich rein und habe mich sogleich ins Kamel verliebt...

"Parizade Camel Ring"

22 handgefertigte Einzelstücke umfasst ihre Kollektion, die sie mir mit weißen Handschuhen einzeln aus der Vitrine holt. Leider kann ich bei diesem 18-Karat-Weißgold-Ring mit seinen baumelnden Tansanit-Steinen nicht behaupten, dass er wie für eine arabische Prinzessin gemacht ist. Er ist wie für mich gemacht! Nur leider unbezahlbar. Das günstigste Stück ist der geschmückte Kamelkopf als Kettenanhänger und der kostet immer noch 19.000 Pfund.

"Parizade Tassle Earrings"

Die Quasten-Ohrringe sehe ich hingegen schon eher bei einer arabischen Prinzessin. Allerdings kann man die Quasten ganz einfach aus der Verschnörkelung herausnehmen. Das ist schon wieder sehr verlockend. Es gibt sie, wie alle anderen Pretiosen, auch in Weißgold. Zu diesem Zeitpunkt der Vorführung kommt eine arabische Familie in die Räumlichkeiten, setzt sich auf die cremefarbenen Sofas und lässt sich erstmal etwas zu trinken reichen. Draußen wüten über 30 Grad.

"Shahryar Falcon Hood"

Die handbestickte Falkenhaube aus Leder, 18-Karat-Weißgold, Smaragden und weißen Diamanten wollte ich Euch nicht vorenthalten. Sie ist wohl die Spitze des dort vorherrschenden Luxus (kostet Trillionen).

Zu Sabine Römer (wenn ich eine Biographie schon mal auswendig schreiben kann):

In der Schulzeit war sie eigentlich immer nur am Zeichnen und Malen, auch im Deutschunterricht. In Erdkunde kam das besser an. In Kunst & Co. eh. Zwischendurch knüpfte sie Freundschaftsbänder (mit einer Sicherheitsnadel an der Jeans befestigt) unterm Tisch.

Während einer Schnupperwoche bei einem Goldschmied in der schönen Karlsruher Waldstraße wurde klar, dass Sabines schöne Hände künftig viel sägen, feilen und polieren werden. Ihre Wochenaufgabe, die Fertigung eines Silberrings nach eigenem Entwurf, war am ersten Tag fertig. Der Goldschmiedemeister Dietmar Kohn sicherte sie sich für die Lehre. Schneller als alle anderen ihres Fachs wurde Sabine später die jüngste Meisterin Deutschlands.

Sie ging ins Ausland, sammelte Erfahrungen bei den unterschiedlichsten Luxus-Schmuckmarken, sammelte Kontakte und treue Kunden, um sich schließlich unter eigenem Namen verwirklichen zu können. Jetzt redet Morgan Freeman, ihren Armreif tragend, auf dem roten Teppich der Oscar-Verleihung über Sabines Schmuck: http://www.youtube.com/watch?v=RC3I_P18LR4, Mischa Barton trägt ihn, die Queen lädt sie aufgrund ihrer Charity-Aktivitäten ein und die in London (noch) lebenden Ballacks beauftragen sie regelmäßig (mehr Namen darf ich nicht nennen).

Fotos: Sabine Römer

Modepilot
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