Umfrage: Was ist Mode?

26. Januar 2010 | Jerome

Aus gegebenen Anlass würde mich nun mal interessieren, was für Euch Mode bedeutet. Es wäre super, wenn Ihr dabei zwischen Mode und Kleidung unterscheidet. Das Bild hier zeigt Alek Wek mit Designerin Anja Gockel. Vielleicht sind deren Kreationen ein guter Einstieg zu dieser Umfrage, da ich während der Fashion Week auch dieses Mal wieder verschiedene Meinungen zum Label “Anja Gockel London” und ihrer neuen Kollektion für Herbst/Winter 2010/11 gehört habe. Gerne könnt Ihr auch Labels nennen, die Euer Bild von Mode stets repräsentieren.

Photo: Jérôme/Modepilot

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18 Kommentare zu „Umfrage: Was ist Mode?“

  1. Oh!relie sagt:

    Mode ist Zeitgeist.

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  2. Für mich ist Mode die textile Umsetzung eines ästhetischen Konzepts, das dem Zeitgeist immer ein Stück voraus ist. Labels, die das für mich sehr überzeugend verkörpern sind Jil Sander, Balenciaga, Rick Owens.

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  3. Hanna sagt:

    Ich denke für viele ist Kleidung einfach Kleidung…und andere sehen darin dann mehr, interpretieren einfach mehr hinein, geben dem ganzen einen tieferen Sinn! Und Mode ist ja eigentlich die Art von Stil, die gerade vorherrschend ist, die Designer vorgeben und alle denken nachmachen zu müssen…aber eigentlich ist Mode ja auch mehr als Kleidung, nämlich das Gesamtkonzept!

    Okay, dass war jetzt ein wenig verwirrend ;)

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  4. Jonas sagt:

    Mode ist immateriell, nicht greifbar und etwas anderes als Bekleidung. Bekleidung ist ein materielles Produkt, Mode ist unsichtbar in der Kleidung verankert. Mode hat keinen substanziellen Inhalt, sondern besteht aus der Vorstellung, der Einbildung – aus einer Ideologie, die konstruiert werden muss. Mode ist ein hierarchisches, sozial normatives System mit unterschiedlichen Akteuren – Redakteure, Analysten, Einkäufer, Fotografen, Kritiker, Trendforscher, Stylisten etc. -, die zusammen den Glauben an die Mode aufrechterhalten. Denn Mode braucht Legitimation und muss in der Gesellschaft verbreitet werden. Auf diese Weise kann theoretisch jedes Kleidungsstück Mode werden. Mode kann Ausdruck für Identität, für Klassen- und Gruppenzugehörigkeit sein und als Ausdruck für den Wunsch “en vogue” zu sein aufgefasst werden. Mode kann Reichtum und Macht ausdrücken und eine soziale Kontroll- und Regulierungsfunktion erfüllen. Mode ist ambivalent, ein Konflikt zwischen Mode und Antimode, zwischen Budget- und Luxusmode, zwischen arm und reich. Mode ist ein Balancegang zwischen Ausschmückung / Schönheit und Anständigkeit / Respektabilität. Haupteigenschaft der Mode ist vor allen Dingen die Freude am Neuen und an der Veränderung.

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  5. michaela sagt:

    @ Jonas, exzellent formuliert! nicht ganz zustimmen kann ich dem letzten Satz, zumindest was globale Labels/Konzerne betriff (also die meisten großen Namen), geht es aus meiner Sicht eher um das Zementieren eben dieses hierarchischen, sozial normativen Systems, wenn auch unter dem – einzig dem Verkauf zuträglichen – Deckmantel des Neuen…

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  6. Jan sagt:

    “Mode = Jener seltsame Vorgang, bei dem allen plötzlich etwas gefällt, was ihnen gestern noch nicht gefallen hat und was ihnen morgen nicht mehr gefallen wird.”

    (Margot Hielscher)

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  7. Christine sagt:

    interessanter Artikel zu dem Thema, im weiteren Sinne:
    http://www.guardian.co.uk/lifeandstyle/2010/jan/22/i-hate-fashion-tanya-gold

    und auch interessant – Tavis Post dazu:
    http://tavi-thenewgirlintown.blogspot.com/2010/01/fashion-basically-also-team-conan.html

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  8. Anonymous sagt:

    Es gibt denke ich zwei wesentliche Aspekte die die Mode ausmachen.
    Zum einen ist Mode Zeitgeist – auch so ein schönes Wort, von dem niemand so recht weiß, was es eigentlich bedeutet. Zeitgeist impliziert für mich ein Wiedergeben der gesellschaftlichen, geistigen & kulturellen Strömungen – in diesem Falle in Form eines Kleidungsstückes oder eben eine Laufstegpräsentation.
    Zum anderen macht Mode aus, dass sie den Menschen berührt. Nur ein Kleidungsstück, was das Herz verzaubert, in das man sich förmlich verliebt ist “echte” Mode. Das kann natürlich auch auf ein Komplettoutfit oder eine Laufstegpräsentation zutreffen.

    Aspekte der Kommerzialisierung, des denkenden Ökonomen,des Konservatismus, & der Avantgarde lasse ich bei all dem mal außen vor.

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  9. malte sagt:

    Achja. Labels die für mich solche Aspekte wiederspiegeln sind in meinen Augen Helmut Lang (1990-2000), Dries van Noten – seine Mode berührt mich besonders stark – und Margiela (bis 2008).

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  10. Jana sagt:

    Für mich ist Mode Zeitgeist, der sich in Kleidung ausdrückt. Da gebe ich “anonym” ziemlich recht.
    Kleidung, die es schafft über Jahre hinweg einen aktuellen oder vergangenen Zeitgeist auszudrücken, weil sie von so vielen Menschen getragen wird, dass ist Mode. So (kann man viell. eine demogratische Ansicht von Mode nennen) gesehen ist auch eine G-Star Jeans oder eine GGL-Tasche rückblickend nach 20 Jahren Mode, weil sie den Zeitgeist einer gewissen zeit ausdrückte. Wenn jeder 3. etwas trägt (Röhrenjeans oder Reifröcke) dann ist das rückblickend für mich Mode.

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  11. Friederike sagt:

    Ich würde Mode auch als etwas Abstraktes definieren, dessen Produkt Kleidung sein kann bzw. dass sich auf Kleidung auswirkt. Des Weiteren würde ich Mode als etwas Prozesshaftes bezeichnen, dass auf Basis verschiedener Faktoren (Akteure wie Umweltbedinugene, die sich gegenseitig bedingen wie z.B. Designer, Ökonomie, gesellschaftliche Normen, Ideologien, Verbraucher etc.) immer wieder neu entsteht.
    Das Faszinierende an Mode für mich ist, dass es durch seine Prozesshaftigkeit ein sehr biegsames Medium ist, mit dem sich spielen lässt. Dank unserer gesellschaftlichen Gegebenheiten ist es mittlerweile auch relativ problemlos möglich, das Ergebnis eines solchen Spiels mit der Mode, nämlich persönlicher Stil, einfach auszuleben.
    Das viele neue, was in der Mode auf diese Weise ständig entsteht, ist wiederum ein weiterer Aspekt, der Mode für mich aus- und anziehend macht.

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  12. GrueneNeune sagt:

    bei mode geht es darum, sachen zu tragen, die einem stehen. nicht mehr und auch nicht weniger. ein gebrauchsgegenstand.

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  13. Stephanie sagt:

    Mode ist für mich ein Form von Kunst. Sie muss eine Inspiration versprühen und eine Idee/Geschichte vermitteln. Kleidung ist etwas Notwendiges, das jeder braucht und keine Geschichte vermittelt.

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  14. surface to air sagt:

    mode ist ein ständiger kreislauf. bestimmte themen werden immer wieder neu interpretiert und belebt, geraten in die versenkung, bis sie in 10, 20 jahren ein revival erleben.
    mode ist zeitgeist, inspiration.

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  15. Seraphine sagt:

    Mode ist für mich Kunst, ein Gemälde auf dem lebenden Körper

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  16. mode ist das was gestern alle doof fanden, heute alle tragen und morgen durch etwas neues ersetzt wird. dann beginnt der zirkus von vorn…

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  17. Lukas sagt:

    Denke Mode ist manches Mal ganz schöner Quatsch und manches Mal echt gut anzuschauen.

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  18. Andy sagt:

    Mode ist heute so und morgen so, würde ich sagen.

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