Grüße von der Pannen-Else

Keine Ahnung, wie ich das immer schaffe, aber bei mir sieht alles Neugekaufte nach zwei Wochen aus wie Vintage (das klingt besser als "ruiniert"). Nach außen rechtfertige ich das immer "Das sind eben Gebrauchs- und keine Sonntagsgegenstände", aber in Wirklichkeit treibt es mir die Tränen in die Augen. Drei Beispiele aus 2010:

1. Ich schrappe mit der Prada-Nietentasche an einer Häuserwand lang. Das sieht dann hinterher so aus:

2. Ich bleibe mit dem LV-Leo-Schal am Reißverschluss besagter Tasche hängen. Schal hat jetzt ein 5 cm großes Loch, weil ich ihn rausgerissen hab (diese Art Löcher in Kaschmir-Schals hat bei mir übrigens schon Tradition).

3. Achtung, jetzt kommt mein Favorit: Mein Bruder hat mir zu Weihnachten L'Eau Ambrée von Prada geschenkt (nebenbei: kann ich nur empfehlen, ein toller Duft für jeden Tag), in dem besonders hübschen Zerstäuber-Flakon. Den hab ich wohl nicht richtig zugedreht, so dass sich 75 von 80 ml Parfum gerade in meine Reisetasche ergossen haben (die riecht jetzt dafür super die nächsten zehn Jahre lang).

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, und mittlerweile habe ich im Freundeskreis auch schon den entsprechenden Ruf der Designerteil-Vernichterin und fange mir mitleidige Blicke ein oder Kommentare wie "Och, sieht man gar nicht, dass das teuer war." Nee, klar, soll man auch nicht sehen, ich ziehe die Taschen immer extra ein Mal durch die Hecke, damit ich meiner Mutter vorlügen kann, das Ding wäre schon uralt...

Der Sinn und Zweck dieses Posts? Ich wollte nur mal wissen, ob es anderen auch so geht. Danke für viel Mitgefühl im voraus.

P.S. Ich bin auch sensationell gut im Verkratzen von Uhrengehäusen und Metall-Schmuck aller Art.

Foto: Milanoffice/Modepilot

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

Kommentare