Der Problemschuh

Das ist nun ein Thema, dass mich schon jahrelang umtreibt: Hausschuhe. Da zeigt sich das wahre Modegesicht.

Ich achte immer sehr genau darauf, in welcher Heim-Beschuhung mir neue Bekanntschaften die Türe öffnen - und oft sieht es so aus: draußen Louboutin und drinnen Hartz IV. Ich muss natürlich einräumen: zu Hause, ohne Aufsicht, gelten nun mal andere Bekleidungskriterien. Auch bei mir. Ich hätte es da gerne bequem, kuschelig, weich und praktisch. Und das sieht eben meistens auch so aus. Mittlerweile habe ich einiges an Puschen durchprobiert, aber wenn es halbwegs hübsch ist, erfüllt es eben nicht mehr die Home-sweet-home-Statuten. Derzeit schlurfe ich wahlweise in halbwegs straßentauglichen, aber dennoch dünnsohligen Porselli-Ballerinas oder 1-Euro-in-Friedrichshain-gekauft-Filz-Museums-Flodder-Latschen durch die Bude. Beides sonaja.

Nur Socken ist mir auf Steinboden zu rutschig und auf Teppich zu eklig, weil aller Mist dran kleben bleibt (nein, ich staubsauge NICHT jeden Tag). Und Birkenstock und Gießwein sind zwar gut, aber da fehlt ja nun jedweder Fashion- oder sexy-Faktor und ich komme mir wieder vor wie 4 Jahre, Kindergarten. So, und jetzt???

Das Kernproblem ist doch dasjenige: Muss man auch zu Hause den Modegrad beibehalten oder kann man sich da gehen lassen? Oder kennt vielleicht jemand DEN idealen, sprich modisch-kuscheligen Pantoffel? Ich werfe mal dieses Schaffell-Modell von Bottega Veneta (s. oben) in die Runde (gibt es bei Browns für ca. 200 Pfund, auch online und in schwarz). Eine richtige Pusche, die wenigstens durch den Markennamen wieder ein bisschen Glamour streut.

Foto: screenshot Brownsfashion.com

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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