YSL&Pierre Bergé: Jahrhundertversteigerung III

24. Februar 2009 | parisoffice

Ich komme gerade vom Tag 1 der Jahrhundertversteigerung YSL & Pierre Bergé zurück und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. So viele News! Ok, wir fangen mit den Rekorden an: Schon jetzt ist klar, dass diese Versteigerung die größte Versteigerung ist, die es jemals gab. Christies schätzte vorab, dass zwischen 200 bis 300 Mio. Euro insgesamt ersteigert werden. Bereits nach dem ersten Tag wurden jedoch Werke im Wert von 206.154.600 Euro ersteigert. Dabei waren heute nur die Impressionisten und die Moderne dran. 

Sieben Weltrekorde wurden an diesem Abend erzielt, der um 19 Uhr begann und rund um 21.30 endete. Danach gab es für die Journalisten noch eine Pressekonferenz, die ging ein bisschen länger. Wer sind die sieben? Meine laienhafte Einschätzung des Stars der Ausstellung hat sich als richtig erwiesen. Der Matisse erzielte 35.905.000 (mit Mehrwertsteuer, ohne sind es 32 Mio. Euro). 

Der erste Zwischenstand, dann ging es aber noch mal weiter

Die Skulpturen von Constantin Brancusi gingen für 29.185.000 Euro über die Theke. 

Zwei Mondrian erzielten Weltrekorde: einmal 21.569.000 und einmal 14.401.000

Den absolut heißesten Kampf lieferten sich zwei Bieter in den vordereren Reihen jedoch um die ebenfalls hier schon vorgestellte Parfumflasche von Marcel Duchamp. Niemals zuvor war für diesen Künstler mehr bezahlt worden. Für 8.913.000 Euro kam das gute Stück unter den Hammer.

Und dann die Enttäuschung: Das teuerste Bild der Auktion, der Picasso mit Titel “Instruments de musique sur un guéridon”, der auf 25 bis 30 Mio. Euro geschätzt war, ging er “nur” für 21 Mio. weg und nach der Versteigerung war der Käufer enttäuscht. “Nö, ich will das doch nicht mehr”, sagte er und verkaufte das Bild postwendend wieder. An wen? Pierre Bergé. Der war am Ende glücklich: “Es war eines unser allerliebsten Bilder. Ach, ich bin froh, dass ich es wieder habe, das kommt in die Association.”

Hier noch ein paar Impressionen vom Versteigerungsabend. 

Die Pressebühne. Da sieht man, wie weit ich wegstehe. Daher die schlechten Bilder. Außerdem hatte ich die zwei Amis vor mir. 

Das erste Highlight, der Manet. Er ging für 600000 Euro weg.

Wie Ufos oder Lampen: Die Heizstrahler versuchten, das Monstergebäude zu wärmen. Vergebens.

So sehen reiche Leute aus: siehe oben und unten.

Das ist Florence, die Dame am Telefon. Sie hat die geilen Kunden an der Strippe: 

Zum Abschluss noch mal, um was es hier ging: 

Fotos: Modepilot/parisoffice

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1 Kommentar zu „YSL&Pierre Bergé: Jahrhundertversteigerung III“

  1. Lila sagt:

    wahrlich eine beeindruckende aktion, danke für den einblick!

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