McQueen: Spiel mit Geometrie

Space Barock nenne ich mal das, was Alexander McQueen in Paris zum Besten gab. Eine interessante Kollektion mit zweifelhaftem Tragbarkeitswert – wenn es um Alltagstauglichkeit geht, scheidet so ziemlich alles aus. Trotzdem kann ich seinen Modellen, die glücklicherweise das Puppenhafte des Winters abgelegt haben und sich durch und durch erwachsen und sexy zeigen, etwas abgewinnen. Im Zentrum: Geometrie bzw. Symmetrie, deutlich sichtbar sowohl an durchgeformten Silhouetten als auch an den Drucken (ein Misch aus Barock-Ornamentik, Animal Prints, ethnoartigen Mustern und Psycho-Klecksbildern à la Rorschach-Test). Apropos Animal Print, wie beim Kollegen Gaultier für Hermès begeisterte sich McQueen für Catwalk-Deko und ließ ein paar lebensgroße Savannen-Tiere wie Tiger und Co. auf den Laufsteg stellen. Sieht aber eher aus wie Steiffs Warenlager.

Großes Minus: Die Frisuren – Strähnen-Kletsch der allerschlimmsten Sorte.

Fotos: stardustfashion.com

Modepilot
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