Peter kommt in Mode
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Peter kommt in Mode

-Chefredakteur Peter Lewandowski kommentiert Modephänomene aus Männersicht. Exklusiv für Modepilot. Diesmal: Schößchen.

Kathrin, die Kollegin vom Modepiloten ist mir schon so eine. Schickt mir eine Email mit den Worten: "Lust auf einen neuen Modetrend? Schößchen. Oder Spoiler?“ Nachdem ich die Nachricht auf dem Blackberry las und keine Fotos zu sehen bekam, dachte ich mir, egal wie das aussieht, ein paar hübsche Wortspielchen werden Dir schon einfallen. Gerade bei Spoiler muss man(n) doch in Fahrt kommen. Und jetzt nachdem ich die Fotos gesehen habe, muss ich auf die Bremse treten, sonst überschlage ich mich noch vor Begeisterung. Ich denke mal, meine Damen, der Trend ist figurbetont, elegant, wenn`s die Hüfte zulässt. Er lässt viel erahnen (von der Transparenz mal abgesehen), weckt unsere Fantasien, auch, wenn wir wissen, dass solche figurbetont angezogenen Frauen selbstbewusst sind, Anbiedereien ihnen fremd sind. Modeemanzipiert wie sie sind, keiner Gefallsucht unterliegen, eher mit uns spielen als es umgekehrt möglich wäre. Warum also für so schöne Modeerscheinungen so hässliche Begriffe wie Spoiler oder Schößchen? Wurden sie doch von Männern erfunden? Weil man(n) bei diesem Anblick heimlich zum Automechaniker mutieren möchte? Oder gar zum Schoßhündchen?

Fotos: Prada (Herbst/Winter 2008/09), Bottega Veneta (Herbst/Winter 2008/09), Christian Dior (Haute Couture, Herbst/Winter 2008/09)

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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